Informatik studieren – via Fernstudium

In der IT-Branche werden heute nach wie vor qualifizierte Fachkräfte in allen Bereichen benötigt. Wer nicht sicher ist, ob er ein Vollzeitstudium der Informatik schafft, hat die Option, es als Fernstudium zu absolvieren.  

Informatik ist nicht gleich Informatik
Bei der Auswahl des genauen Studiengangs für Ihr Fernstudium sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass heutzutage von den Hochschulen diverse Variationen angeboten werden, ein Fernstudium der Informatik ist somit nicht gleich einem Fernstudium der Informatik. Zur Auswahl steht beispielsweise ein Bachelor Studium der Informatik (Bachelor of Science), der angewandten Informatik (hier liegen die Schwerpunkte bei Medieninformatik oder Wirtschaftsinformatik), sowie der technischen Informatik (vertieft werden die Bereiche Automatisierungstechnik und Kommunikationstechnik angegangen). Medieninformatik und Wirtschaftsinformatik kann auch als Masterstudiengang (Master of Science bzw. Master of Computer Science) gewählt werden. Manche Hochschulen bieten auch ein Fernstudium Informatik als Diplom-Studiengang an. Wer diesen wählt, bekommt im Laufe des Studiums ein breites Spektrum an Fachwissen, das weniger vertieft wird. 

Zeitaufwand für ein Fernstudium nicht unterschätzen
Wer Informatik als Fernstudium zu seinem Beruf machen möchte, sollte den benötigten Zeitaufwand keinesfalls unterschätzen. Meistens bieten die Hochschulen ein Vollzeit- sowie Teilzeitstudienmodell an. Wer auf das verlockende Versprechen “in 6 Monaten zum Informatiker” hereinfällt und den Arbeitsaufwand unterschätzt, wird die Studiengebühren vermutlich umsonst zahlen und am Ende frustriert aufgeben. Das Vollzeitmodell eines Informatik Fernstudiums bedeutet, dass man tatsächlich einen Arbeitsaufwand von ca. 40 Stunden pro Woche hat. So ein Studium lässt sich nicht nebenbei absolvieren. Auch diejenigen, die glauben, sie schaffen es, wenn sie hie und da nachts nach der Arbeit ein paar Hausaufgaben schreiben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht. Ein Teilzeitmodell sieht einen Zeitaufwand von ca. 20 Wochenstunden vor und kann in ca. 12 Studiensemestern absolviert werden.

Fernstudium: Inhalte und Struktur
Wer sich für ein Bachelor Fernstudium der Informatik entscheidet, wird sich mit Credit Points (European Credit Transfer System, ECTS) anfreunden müssen. Diese “Maßeinheit” wird an europäischen Hochschulen und Universitäten einheitlich benutzt und bedeutet, dass die Anforderungen an Studenten möglichst genau gemessen werden können. Ein allgemeines Informatik Fenstudium kann z. B. ca. 180 ECTS umfassen, das sich aus einem Grundlagenstudium und einem Vertiefungsstudium zusammensetzt. Wie einzelne Module im Rahmen des Studiums gewichtet werden, kann man an den ECTS-Angaben erkennen. Das Fernstudium der Grundlagen wird in etwa in folgende Studienbereiche eingeteilt: Mathematik und Technik (darunter z.B. Informationstechnologie, Rechnerarchitektur), Informatik (hier geht es um theoretische Grundlagen von Betriebssystemen sowie der Informatik, Basics der Programmierung und des Software Engineering, Prozessmodellierung usw.), Business Management (hier setzt man sich mit BWL und Recht auseinander), Business Management und Führung (man beschäftigt sich mit Projektmanagement und baut die eigenen Englischkenntnisse für den Bereich Informatik aus). Hinzu kommt noch ein praxisorientierter Studienbereich, wo sich die Studierenden mit Projekten beschäfigen und ihr Wissen in der Praxis testen. Abgeschlossen wird ein Bachelor Studium mit einer Bachelorarbeit.

Bildnachweis: HerrKrueger, flickr.com (http://www.flickr.com/photos/herrkrueger/5244673158/)

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